YODA on Tour
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 1
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 1
Wir starten um 10:30 Uhr und wissen, heute ist "Strecke machen" angesagt. Je mehr, umso besser, ist unsere Devise. Wir fahren bis 19:50 und bringen 604 km hinter uns.
Um 13:30 kommt aber dann der Hunger, wir sind irgendwo in Deutschland auf der A3 und machen Rast.
Es gibt "schnelle Küche" ...
... wir haben noch keine 250 km, jetzt fährt Tina und Gregor macht Mittagsschlaf ...
Um 19:30 Uhr fahren wir Passau an, Gregor hat zwei Stellplätze ausgesucht. Der erste war aber schon belegt (kein Wunder um diese Uhrzeit) ...
... am zweiten hatten wir Glück. Nicht schön, aber zweckmäßig für eine Nacht, gleichwohl 17,50 € schon ordentlich sind.
Mit einer Brotzeit, dem Film "Ruf der Wildnis" und den Wetteraussichten auf morgen schließen wir den Tag.
Eine doch relativ ruhige Nacht trotz Standort Busbahnhof, vielleicht lag es aber auch daran, dass wir richtig müde waren (nach über 600 km Fahrt). Bis Zagreb fahren wir noch 460 km, von 9:15 Uhr bis 16:00 Uhr.
Und siehe da, heute sind die Wetteraussichten für Zagreb doch noch besser, also nix wie los. Wir starten um 09:10 Uhr, nachdem wir uns digitale Vignetten für Österreich und Slowenien beschafft haben (42,50 € beide zusammen, Österreich gibt es als Tagesvignette, Slowenien nur für 30 Tage).
Wir verlassen die Autobahn in Östereich, um zu tanken und freuen uns über 1,99 €/l Diesel (auf der Autobahn waren es noch 2,39 € und in Deutschland 2,79 €!!!)
Wir fahren nur knapp 1 Stunde durch Slowenien und passieren um 14:25 Uhr die Grenze nach Kroatien (ha, hier kennen wir uns ja noch aus vom letzten Jahr). Uns fällt auf, dass sowohl in Slowenien als auch in Kroatien die Wiesen noch grün sind. Das Thermometer im Auto zeigt 35 Grad Außentemperatur an.
15:50 Uhr, wir kommen nach weiteren gut 400 km an unserem ersten Zielort an. Camp Zagreb liegt ca. 15 km von der Innenstadt entfernt an den Rakitje-Seen, ein 4-Sterne Platz, den wir schon im Mai gebucht haben.
Wir stehen auf Platz 9b, Strom- und Wasseranschluss inkl. für 150 €/3 Nächte, finden wir ok.
Der Lageplan zeigt, ein überschaubarer Platz.
Wir haben 35 Grad im Schatten, es ist sehr luftfeucht, Kaffee und Kuchen geht immer.
Gregor hat vorgesorgt, der Makita-Ventilator ist gerade der beste Freund.
Wir starten unsere Runde über den Platz, eigentlich war der Plan ...
... in den See zu springen, der grundsätzlich zum Baden geeignet sein soll. Der See besteht Tinas "Sichtprüfung" nicht, da ist echt zuviel grünes Schmodderzeug drin.
Alternative: Eimer kaltes Wasser für die Füße.
Wir genießen den Vollmond (bei einem schönen, kalten Glas Rosé), wir haben um 21:30 Uhr immer noch 30 Grad, aber die Maxxfans leisten gute Arbeit im Yoda.
Wir schauen noch einmal auf unsere geplante Reiseroute, die wir wahrscheinlich wegen der "schweren Feuer" in Montenegro überdenken müssen. Aber es ist ja noch etwas bis dahin ...
Heute ist Sightseeing in Zagreb angesagt, meine Freundin (Gemini) hat uns die perfekte Tagestour geplant. Wir nehmen den Shuttle-Bus vom Campingplatz um 08:45 Uhr (!!!!, welch unchristliche Zeit für Gregor). Der Bus bringt uns mit anderen Gästen zum Bahnhof. 15 Minuten bevor wir starten wollen, schüttet der liebe Gott eimerartig Wasser mit Blitz und Donner aus dem Himmel. Aber dann hört es pünktlich zu unserem Start auf, wir nehmen den Zug und fahren rund 15 Minuten in die Stadt (kostenlos, weil der Schaffner es zeitlich nicht geschafft hat, bis zu uns am Ende des Zuges durchzukommen). Wenn er es geschafft hätte, wären wir 8,20 € für ein Tagesticket für 2 Personen losgeworden (absolut erschwinglich).
Um 09:15 Uhr direkt gegenüber vom Hauptbahnhof, erwartet uns eine Folklore-Gruppe auf dem König-Tomislav-Platz. Das Denkmal ehrt König Tomislav, den ersten König von Kroatien aus dem 10. Jahrhundert.
Wir schlendern durch das "grüne Hufeisen", eine wunderschöne Parkanlage mit dem Kunstpavillon (1898 fertiggestellt).
Da ist er wieder, unser nächstes Auto, der Jaecoo 7, gefällt uns.
Der Blick auf Zagreb im Bronzemodell.
Wir laufen zur Kathedrale, die leider aktuell in der Renovierung ist, wir können zwar rein, aber alles sehenswerte ist eingekoffert.
Vor der Kathedrale steht die Mariensäule (zum Gedenken an die Jungfrau Maria, errichtet im 19. Jahrhundert).
10:00 Uhr, Zeit für Gregors zweites Frühstück.
Gut gestärkt laufen wir die berühmte Haupteinkaufsstrasse (Ilica) entlang (ist wie in jeder Stadt).
Wir finden eine der kürzesten Standseilbahnen der Welt (66 Meter), die zur Promenade in der Oberstadt führt. Erbaut wurde sie 1890. Wir biegen allerdings vorher links ab ....
... denn wir wollen durch den Gric-Tunnel laufen. Ein Tunnel, der 1943 als Fluchtschutzbunker gebaut wurde und heute als Fußgängertunnel durch die Oberstadt führt.
Fantastisch, direkt am Eingang eine funktionierende (wenngleich nicht wirklich saubere) Toilette. Wir laufen den Tunnel komplett durch (war ganz schön kalt und windig) und kommen auf der Hälfte zur Oberstadt wieder raus.
Wir flanieren durch die "Fressmeile"und dort ist sie, die erste professionelle Journalistin Kroatiens und eine leidenschaftliche Kämpferin für die Rechte der Frauen (Marija Juric Zagorrka (1873-1957).
Trotz Standseilbahn nehmen wir die Treppen nach oben.
Wir besteigen den Lotrscak-Turm (ein Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert, 30 Meter hoch). Der Blick lohnt sich, es ist zwar bewölkt, die Temperaturen sind mit 25 Grad super für eine Stadtbesichtigung.
Selfie mit Blick auf die St. Markus-Kirche.
Das ist die Besonderheit an dem Turm, eine funktionierende Gric-Kanone (Gric steht für "Diebesglocke", da die Glocke in früheren Zeiten das Schließen der Stadttore zu den Abendstunden einläutete). Diese Glocke wird seit 1877 jeden Tag mittags um 12 Uhr gezündet (siehe Video unten und bitte Ohren zuhalten!!!)
Nach demTurm laufen wir zu der St. Markus-Kirche. Hier ist die Besonderheit das Dach, welches, mit Mosaiken bestückt, das Wappen von Zagreb (rechts) und des Königsreiches Kroatien, Slawonien und Dalmatien (links) zeigt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das kroatische Parlament.
Das ist wohl Kunst, Gregor kann sich die Frisur auch für sich vorstellen.
Um kurz vor zwölf versammeln wir uns wieder am Turm, weil (siehe Video).
Das Museum der zerbrochenen Beziehungen erzählt zahlreiche (traurige) Geschichten aus aller Welt über gescheiterte Beziehungen und stellt dazu prägnante Stücke aus diesen Beziehungen aus. Wirklich interessant.
Teilweise skurille Gegenstände, aber auch Dinge des täglichen Lebens, die die einstigen Besitzerinnen und Besitzer dem Museum mit der dazugehörigen Geschichte gespendet haben.
So, nun nehmen wir die Bahn runter (0,66 €/Person, errechnet sich aus 0,01 € pro Meter).
Wir nehmen die Straßenbahn Nr. 11 und fahren (für 0,80 €/Person) rund 20 Minuten quer durch die Stadt zum Maksimir-Park (analog Rheinaue Bonn, nur etwas größer). Wir wollten eigentlich nett was essen, aber das Restaurant war wegen geschlossener Gesellschaft nur für Getränke zu haben.
Dann eben Alternative B, großes (sehr, sehr leckeres) Eis für 4 €.
Die Besonderheit am Maksimir-Park, er beherbergt einen Zoo. Der Zoo wurde 1924 eröffnet, beherbergt 2.225 verschiedene Tiere aus etwa 275 verschiedenen Arten.
Der Zoo ist der älteste Zoo Kroatiens, wir zahlen 7 € Eintritt pro Person.
Immer wieder schön, wenn die Seelöwen gefüttert werden.
Eine weitere Besonderheit in dem Zoo, der Homo Sapiens.
Absolut majestätisch.
Die zwei waren auch gut gelaunt und hatten Spaß im Wasser. Nachdem die Wolken sich verzogen hatten und die Sonne wieder raus kam, wurde es schon ordentlich warm.
Und das wollten wir auch endlich mal ausprobieren, wir sind jetzt "Uber-Mitglied". Der bestellte Wagen kam in 3 Minuten, wir bezahlen für gut 20 km 13,95 €. Um 16:15 Uhr sind wir - pünktlich zum Kaffee - wieder am Yoda.
Wir haben ausgedehnt gefrühstückt, Gregor hat beschlossen, heue "das Haus nicht zu verlassen". DieTemperaturen sind (noch) erträglich.
Tina läuft um11:15 Uhr los. Einmal um die 4oder 5 Rakitje-Seen herum, das ist das Ziel.
11:35 Uhr, der größte See ist zur Hälfte abgelaufen, überall stehen Angler, vorwiegend Einheimische, aber auch einige wenige Touristen.
12:15 Uhr, der Wanderweg liegt erfreulicherweise vorwiegend im Schatten, aber langsam wird es doch recht warm.
12:55 Uhr, leider ist der kleinste See vollständig in der Hand eines Kieswerkes und man muss ein ganzes Stück die Straße entlang laufen, bevor man wieder an das Ufer des größten Sees gelangt.
Unterm Strich: ein lohnenswerter Spaziergang, der in 2 Stunden abgelaufen ist.
Und zum Abschluss unseres Aufenthaltes gönnen wir uns ein Abendessen in dem Campingplatz-eigenen Restaurant, wir haben selten so lecker gegessen.
Ja, ein Nachtisch mußte einfach auch noch sein. (Anmerkung: Gregor konnte nur noch in gebückter Haltung zum Yoda gehen).
Die Temperaturen nachmittags um 16:00 Uhr, wird Zeit, dass wir weiterziehen, unter 30 Grad geht ja wohl gar nicht.