YODA on Tour
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 3
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 3
Wir verlassen heute Albanien, wir brauchen 2 Stunden an den beiden Grenzen und verlieren noch eine weitere Stunde durch die Zeitumstellung in Griechenland. 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr (Ortszeit), 326 km.
Wir starten den Tag (wieder am langen Tisch) mit einem gemeinsamen Frühstück (nur so am Rande: es gibt kostenlos alles an Getränken) und wir überlegen (kurz), ob wir noch einen Tag bleiben sollen.
Aber dann siegt die Reiselust. Yoda war das größte Mobil am Platz, das Rückwärts rausfahren wurde von Linda und Gerd (Campingplatzbetreiber) sehr fürsorglich (und mit Lob für die Fahrerin) begleitet. Zum Abschied gab es noch einen frischen Baslilkum-Ableger. Wir haben noch nie so herzliche, gastfreundliche Campingplatzbetreiber kennengelernt und dieser Platz wird unsere beste Rezension bekommen.
Das Navi sagte uns für die 326 km fast 6 Stunden fahrt voraus, wir verstanden dann warum.
Die albanische Grenze, morgens um 11:30 Uhr, wir haben fast eine Stunde gebraucht.
1 Minute im Niemandsland um die Kurve und wir standen an der griechischen Grenze, da dauerte es dann etwas über eine Stunde. Gott sei Dank war Samstag, dadurch ging es "schnell". Üblicherweise verbringt man wohl an diesem Grenzübertritt mehrere Stunden.
Es ist 15:45 Uhr in Griechenland, wir fahren immer die Küstenstraße entlang und landschaftlich gefällt es uns deutlich besser als in Albanien. Wir machen kurz Stop an einem öffentlichen Stand und halten uns die Füße ins Wasser. Es ist so heiß.
Wir sind um 17:45 Uhr kurz vor Patras und fahren auf die berühmte Rio-Andirrio-Brücke zu. Sie verbindet das griechische Festland Andirrio mit der Halbinsel Peleponnes über den Golf von Korinth. Die Brücke ist knapp 2,9 km lang (und natürlich gebührenpflichtig. Wir haben sicherlich Aktien erworben.)
Sehr beeindruckend, die Brücke gilt als Meisterwek der Ingenieurskunst, da sie in einem aktiven Erdbebengebiet auf tiefem, nachgiebigen Meeresgrund errichtet ist.
Wir verlassen unsere Route kurz, denn wir wollen die Brücke noch einmal von der anderen Seite sehen.
Kurz vor halb sieben fahren wir einen Campingplatz (Tsolis Camping) an, wir brauchen nur ein Plätzchen für eine Nacht. Die knapp 180 km bis nach Athen sind uns für heute einfach zu viel. Der Platz ist gut besucht, vorwiegend Griechen, denn die Kinder haben noch bis Mitte September Ferien. Wir stehen direkt oberhalb der Bar mit Blick auf den See und haben unsere Bedenken, ob es eine gute Wahl war. Die Geräuschkulisse ist schon enorm.
Auch wenn der Platz "auf der Schattenseite" liegt, springen wir noch ins Wasser, das diesmal herrlich erfrischend ist.
Wir werfen abends den Grill an (in Athen auf dem Platz ist Grillen strengstens verboten). Um 20:00 Uhr ist es dunkel und die Temperaturen werden erträglich. Um 23:30 Uhr ist dann auch an der Bar Ruhe.
2 Stunden Fahrtzeit, 187 km.
Heute hat Tina Geburtstag und es gibt erst einmal ein schönes Sonntagsfrühstück.
(Danke für all die lieben Glückwünsche)
Ja, der Platz lädt schon zum Verweilen, aber es treibt uns um 10:30 Uhr los.
Wow, das sind Aussichten.
Auf unseren 187 km von Patras nach Athen passieren wir 4 Autobahngebührenstationen und zahlen insgesamt 28,20 €. Zugegeben, die Strassen sind perfekt zu fahren.
Wir erreichen unser Ziel um kurz vor 13:00 Uhr. Wir sind gespannt, was uns erwartet, der Platz hat zum Teil sehr negative Rezensionen bezüglich der Freundlichkeit der Betreiberinnen. Der Platz liegt an einer sehr stark befahrenen Straße (auch das wußten wir), mal sehen, ob wie einen Platz im hinteren Teil bekommen können.
Ja, das Einchecken ist schon "sehr speziell". Die beiden Damen sind sehr strikt und detailliert (aber nach unserem Empfinden durchaus freundlich) in ihren Anweisungen. Das erste, was wir bekommen, ist ein Anmeldeformular (trotz Reservierung mit allen Daten), das zweite ein DIN A 4 Blatt mit den "Regeln". Unser Eindruck: man muß sehr viel schlechte Erfahrung mit Campern gemacht haben, wenn man derart kleinteilig und rigoros wird.
Wir bekommen einen sehr schönen, überdachten Schattenplatz ganz am hinteren Ende des Platzes, man hört die Straße nur noch sehr dezent.
Leider sind sowohl das Restaurant als auch der kleine Supermarkt nicht (mehr) in Betrieb, aber ansonsten ist der Platz in Bezug auf das Waschhaus und die sonstige Infrastruktur gut und sehr sauber ausgestattet. (Zu Tinas Leidwesen gibt es keine Waschmaschinen, die waren eigentlich fest eingeplant.)
13:30 Uhr, 35 Grad im Schatten, kein Wind. Wir machen es jetzt wie die Einheimischen; Siesta bis 17 Uhr und dann erkunden wir die Umgebung. Wir haben beim Einchecken wirklich sehr gute (freundiche) Informationen über Bus- und Bahnnetz, Ticketskauf, Shops und Restaurants in der Umgebung erhalten.
Gut, dass es morgen etwas kühler sein wird, wir haben Tickets für die Akropolis.
Wir halten Siesta bis 18:00 Uhr, weil es einfach noch zu heiß ist. Wir haben heute Sonntag, die kleinen Kioske, an denen man Tickets kaufen kann, haben alle zur.
Also laufen wir (gefühlt) 2 Kilometer den Berg hoch bis zum nächsten Ticketautomat. Unterwegs finden wir das ein oder andere "Kleinod", aus dem man sicherlich etwas machen kann.
Mit einem 5-Tages-Ticket ausgestattet (8,20 €/Person für den kompletten Radius Athen) erkunden wir das Bus- und U-Bahn-Netz. Wir stellen auch hier fest, dass es immer besser geht, als bei uns zuhause.
Auch darauf waren wir gespannt, Kunst in den U-Bahn-Stationen (wir erinnern uns an Moskau, dort war es auch so, allerdings etwas imposanter).
Immer noch in einer U-Bahnstation, kaum zu glauben, die Steine sind wirklich uralt und wurden freigelegt, da sie ein Bewässerungs- und Abwassersystem aus den Zeiten vor Christi zeigen.
Um kurz vor 19 Uhr (in Deutschland ist es jetzt erst 18 Uhr) steigen wir am Monastiraki-Platz aus.
Unmittelbar an der U-Bahnstation finden wir wieder alte Gemäuer, die wir allerdings nur vom Zaun aus bestaunen. Wir wollen erst einmal zum ...
... natürlich, Hard-Rock-Café. Und natürlich machen wir wieder Beute.
Kaum zu glauben, aber Gregor nimmt nur einen Salat. Es war wie immer lecker (allerdings nicht so günstig wie in Montenegro, so what).
Abends um 21 Uhr am Monastiraki-Platz, alle Einheimischen kommen nach Sonnenuntergang raus, die Stadt lebt und pulsiert.
Wir laufen entspannt durch die kleinen Straßen und genießen.
Zumindest einen ersten Blick wollen wir doch erhaschen auf die Akropolis, die Besichtigung steht für morgen an. Wir sehen sie aus der Altstadt jedoch nur von hinten, dennoch beeindruckt sie.
Wir sind um 22:30 Uhr zurück am Platz, die Temperaturen liegen jetzt bei erträglichen 28 Grad. Die Singzikaden machen mehr Lärm als die Autos, hoffentlich geben die irgendwann heute Nacht auf.
Nein, die Singzikaden haben nicht aufgegeben, es war eine "schlechte" Nacht. Wir haben heute keine Autokilometer vor uns, dafür aber Bus-, U-Bahn- und (zur Freude Gregors) Fußkilometer.
09:45 Uhr, Tina muss noch nach Hause telefonieren, bevor es losgeht zur gegenüberliegenden Busstation.
Das U-Bahn-Netz kennen wir jetzt schon ganz gut, es ist relativ leicht, sich zu orientieren.
Wir erkunden die Haupteinkaufsstrasse (Ermou-Straße), inmitten dieser steht die Kapnikarea-Kirche, eine der ältesten und bekanntetsten Kirchen Athens.
Das ist bestimmt "Gregolos", optimal für Tinas Vorgarten. War leider unverkäuflich.
Wir steigen an dem Nordosthang der Akropolis auf in die Altstadt in das legendäre Anafiotika-Stadtviertel. Dieses wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Bauhandwerkern hauptsächliche von den Kykladen (Insel Anafi) errichtet.
Hier gibt es nur enge Treppen, die Häuser sind in der Tat noch bewohnt. Die Bewohner haben sich erfolgreich gegen den Abriss gewehrt, welch ein Glück.
Es ist uns nach einer griechischen Taverne am Fuße der Akropolis.
Wir gönnen uns Kalt-Warm-Getränke. Hier trinkt man klassischer Weise (sehr starken) Eiskaffee. Tina bleibt beim Cappuccino.
Diese Wasserhähne auf der Toilette der Taverne haben uns gut gefallen (haben auch einwandfrei funktioniert).
Wir schauen uns die Altstadt rund um die Akropolis an, Wir laufen unter anderem an der (leider zunehmend verfallenden) Kallisperi-Residenz vorbei.
Es ist 13:45 Uhr, wir sind am Nebeneingang der Akropolis, in gleicher Höhe des Akropolis-Museums.
Und auf geht's. Es gab keinen früheren Einlasszeiten mehr als 14 Uhr, suboptimal hinsichtlich der Temperatur, optimal hinsichtlich des Besucherandrangs, der sehr überschaubar war. Allerdings haben wir heute nur 32 Grad und einen sehr angenehmen leichten Wind.
Die Reste des Dionysos-Theaters am Südhang der Akropolis, gilt als das älteste und wohl bedeutendste Theater der Antike (hier muss man aber noch was tun). Die erste Reihe bestand aus verzierten Marmorsitzen für die damaligen VIP's (Priester und sonstige Ehrengäste).
Auf unserem Weg nach oben erblicken wir den Phylopappos-Hügel, da wollen wir ja auch noch hin, denn vor dort soll der Blick auf die Akropolis sehr schön sein.
So, nun wissen wir auch, wie die gemeine Singzikade aussieht. Unglaublich, dass so ein kleines Tier einen solchen Krach machen kann.
Das Odeon-Theater des Herodes Atticus (bzw. das, was davon noch übrig ist) am Hang der Akropolis (man glaubt es kaum, es wurde von einem reichen Römer erbaut). Im Sommer finden hier durchaus noch weltbekannte Konzerte und Festivals statt. Das Theater kann 5.000 Menschen aufnehmen. Tolle Kulisse.
Die letzten Treppen bis zur Spitze des Hügels.
Ja, die Säulen des Eingangstors (Propyläen) zur Akropolis sind schon echt schwer.
... und die alten Marmorstufen sind echt rutschig.
So, da stehen wir nun vor dem historischen Parthenon, dem großen Tempelbau zur Widmung der griechsichen Schutzgöttin Athene.
Wir fühlen uns echt gut. Athene ist mit uns.
Zur Linken des Panthenon das Erechtheion, hier die Besonderheit, dass die Halle nicht von klassischen Säulen, sondern von sechs überlebensgroßen Frauenstatuen (den Karyatiden) gestützt wird.
Die Rückseite des Erechtheion.
Heute sieht Gregolos (der Eroberer) halt anders aus, so ist das, die Zeiten ändern sich.
Platz genug für ein Foto faßt ohne andere Menschen - sehr schön.
Wir steigen wieder ab und schauen uns das Odeon-Theater noch von der Rückseite an. Hier lässt es sich mit Sicherheit richtig gut feiern.
Es ist ihm nach Eis, hat genau die richtige Größe. Das Sandwich war sehr lecker und der Apple Pie zum Nachtisch erst recht. Für eine Kugel Eis 4 Euro, nein Danke.
Auf dem Weg zum Phylopappos-Hügel, der Weg ist schon echt steil, es folgen mehrere Hundert Stufen ...
... wir nehmen die Abkürzung (ist aber genau so steil) ...
... und es lohnt sich. Der Blick auf die Akropolis ist wunderschön (der Mann davor natürlich auch).
Hinter der Akropolis liegt der Lycabettus-Hügel, auch da wollen wir noch hin, aber erst morgen.
Von weitem sieht sie so klein aus ...
Gregor hat Athene gerade wegfliegen sehen ...?
Das Monument auf dem Phylopappos-Hügel (auch Musen-Hügel genannt), ein antikes Grabmal.
Soviel Kultur rechtfertigt nach dem Abstieg ein Eis (auch wenn es 5 € kostet).
Orientalische Hornisse. Man muss schon aufpassen, wohin man sich setzt.
Sie stammt eigentlich aus Nordafrika und Teilen Asiens.
Um 17:00 Uhr erreichen wir wieder die U-Bahn-Station Akropolis, für heute ist es genug von dieser unbeschreiblich tollen, schönen Stadt. Wir kehren zurück zum Campingplatz, schreiben noch unserer Tagebuch, machen schnelle Küche und heute gibt es Wodka-Lemon (der Wein ist doch echt schon alle). Die Videos müssen noch warten ...
Wir wollen heute noch einmal in die Stadt, entscheiden uns aber gegen den Sight-Seeing-Bus, sondern nehmen wieder die öffentlichen. Wir starten erst am Mittag, denn unsere Planung geht bis in die Dunkelheit.
Wir verlassen die U-Bahn am Omonia-Platz, dem Ort, den man als Tourist (und auch Einheimischer) nach Einbruch der Dunkelheit meiden sollte, da sozialer Brennpunkt. Der Springbrunnen in der Mitte des Platzes gefällt uns, er versprüht angenehmen feuchten Nebel.
Wir schlendern durch die umliegenden Straßen am Rathaus vorbei. Das Omonia-Viertel erlebte während der schweren griechischen Krise ab 2010 einen harten städtebaulichen und sozialen Niedergang. So war es einst (in den 1830-er Jahren) eine "goldene Ärä", geprägt durch viele Aushängeschilder der Athener Moderne, heute hat es neben dem neu-aufgebauten Platz kaum noch etwas zu bieten.
Wir nehmen wieder die U-Bahn und fahren zum zentralen Syntagma-Platz. Hier steht u. a das Parlamentsgebäude, an welchem stündlich ein Wachwechsel stattfindet. Den wollen wir uns anschauen (in der prallen Sonne, nachmittags um 16 Uhr).
Wir haben noch etwas Zeit, bis zum Wachwechsel und außerdem ist es ja Kaffeezeit. Als ab zu Gregor's Kaffeeladen.
Kurz vor 16:00 Uhr, die Wachenden werden von einem Adjutanten sehr umsorgt, neben regelmäßigem Wasser wischt dieser auch den Schweiß aus dem Gesicht, da sich die Wachenden nicht bewegen dürfen.
Ein sehr beeindruckendes Erlebnis, wir lernen u.a.: Jede Bewegung der Soldaten hat einen tiefen geschichtlichen Hintergrund und symbolisiert letztendlich die Befreiung nach über 400 Jahren osmanischem Krieg. Der Rock der Uniform besteht aus 30 Meter Stoff, die in 400 Falten gelegt werden (wegen der 400 Jahre Krieg), die Schuhe wiegen 3,5 kg, der Pompel an der Fußspitze diente neben der Wärmung der Fußspitzen in erster Linie dem Verstecken der darunter liegenden Stahlnägel, die bei Tritten als Waffe eingesetzt wurden.
Die Zeremonie dauert knapp 15 Minuten, es war ein Erlebnis.
Wir müssen uns abkühlen und steigen wieder ab in die U-Bahn, da bleiben wir rund 20 Minuten und fahren quer durch die Stadt bis zum dem Viertel Evangelismos. Diese riesengroße Skulptur "der Läufer" besteht aus aufeinander geschichteten Glasscherben. Toll!
Wir laufen gut 1,5 km weiter durch einen sehr schönen Park und kommen zum Panathinaiko-Stadion (auch als Kallimarmaro = schöner Marmor bekannt), das Olympia-Stadion der ersten olympischen Spiele der Neuzeit im Jahre 1896. Wow, kann man nur sagen. der Marmor ist mittlerweile wieder weiß geputzt, aber 20 € Eintritt war uns der Lauf über die Treppen nicht wert. Uns reichte der Eindruck von außen.
Gregor braucht Abkühlung, der Weg ist noch weit und der Tag noch lang.
Fast, oder?
Wir laufen durch den Nationalpark (der Hochburg der Singzikaden, es war unsagbar schrill, aber schattig). Im Bild oben das Zappeion, eröffnet im Jahr 1888, das weltweit erste Gebäude, dass für die modernen Olympischen Spiele errichtet wurde. Im Jahre 1896 diente es als Austragungsort für die Fechtwettbewerbe, heute wird es hauptsächliche für offizielle staatliche Zeremonien, politische Treffen, Kongresse oder kulturelle Ausstellungen genutzt.
Der Tempel des Zeus war unser nächstes Ziel. Leider nahezu vollständig eingerüstet, insofern haben wir uns auch hier den Eintritt (20 €) gespart. Auch hier reichte uns der Eindruck aus der Ferne.
Nach unserer Kulturrunde sind wir wieder zurück in der Innenstadt, wir laufen zur Metrostation Akropolis und bestaunen die lange, lange Warteschlange am Eingang zur Akropolis. Es ist mittlerweile 18:30 Uhr, wir müssen uns für unser nächstes Ziel ranhalten.
Da wollen wir hinauf, auf den Lycabettushügel. Wir fahren U-Bahn und sind dann in einem Viertel in Athen, in welchem es nur steile Strassen gibt.
Allein der Weg bis zur Bushaltestelle an der Akadmie (siehe Bild) ist eine echte Herausforderung. Für die nächsten 200 Höhenmeter nehmen wir den Bus.
Dann gibt es nur noch Treppen (211 Stufen) und wir sind an der ...
... Seilbahn, die uns nocheinmal etwas über 30 Meter durch einen geschlossenen Tunnel auf die Spitze des Hügels bringt.
Ja, von hier hat man einen vollständigen 360 Grad Blick auf die gesamte Stadt und das Highlight ist natürlich der Sonnenuntergang sowie ...
... der Blick auf die Akropolis (und abends mit Beleuchtung).
Je tiefer die Sonne sinkt, umso "goldener" wird die Stadt, ein tolles Schauspiel.
Kurz vor Sonnenuntergang wohnen wir der abendlichen Flaggenparade bei (mit den gefühlt 100.000 anderen). Der kleine Platz an der Agios Georgios (Kapelle des heiligen Georg) ist zum Schluß so überfüllt, dass wir die Flucht auf die etwas unterhalb gelegene Restaurant-Terrasse ergreifen.
Beste Entscheidung, während sich oben alles knubbelt und schubst, genießen wir den Sonnenuntergang mit bestem Blick und einem Aperol.
Ja, so haben wir uns das vorgestellt, nach und nach gehen die Lichter an in Athen. Wir halten aber nicht durch, bis dass die Akropolis angestrahlt ist. Zum einen: wir haben gefroren, denn der Wind pfiff ordentlich; zum anderen: wenn die gefühlt 100.000 Menschen mit der Seilbahn wieder runter wollen, wird das Stunden dauern.
Also nehmen wir um 20:30 Uhr die Bahn nach unten und sind noch einmal von dem Lichterspektakel im Tunnel beeindruckt.
Hatten wir schon, 211 Stufen, runter ging allerdings leichter.
Es ist kurz nach 22:00 Uhr, als wir den Campping Platz wieder erreichen. Wir haben das Gefühl, von der Stadt alles gesehen zu haben, was wir wollten. Sicherlich lässt es sich noch weitere 3 Tage durch die diversen Straßen und Viertel laufen, für uns ist es aber nun genug, allein schon wegen der unglaublichen Geräuschkulisse und des Verkehrs.
Heute morgen lassen wir uns (wieder) Zeit, wir wollen heute nach Mittag an einen der vielen Strände Athens.
Bevor wir Starten ist "Waschen" angesagt, kein Problem auf dem Platz.
Wir fahren fast 90 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und sind immer noch in Athen, diesmal im Stadttei Piräus, der mit vielen Häfen und Stränden aufwartet. Wir laufen rd. 15 Minuten durch die Stadt, vorbei am Stadttheater (siehe oben) undkommen dann ans Wasser (na endlich!).
Ein kleiner Hafen mit kleinen und weniger kleinen Booten.
Der "öffentliche" Strand Votsalakia an der Riviera von Athen.
Wirklich sehr schön, mit Strandbar, Sonnenschirmen (natürlich gegen Gebühr) und Sand-/Kieselstrand.
It's time.
Zwei Liegen im Schatten und ab ins Wasser.
Wir merken, dass die Saison zu Ende ist, das Angebot in der Strandbar ist mittlerweile doch sehr eingeschränkt, aber das Personal ist nett.
Selfie im Wasser hatten wir auch noch nicht.
Wir verbringen den Nachmittag am Strand und suchen uns gegen 18:30 Uhr den Weg durch die Stadt zurück zur U-Bahn-Station.
Man kann sich einfach nicht verlaufen, allenfalls läuft man längere Strecken, aber das Strassensystem ist wirklich leicht verständlich.
Als wir aus der U-Bahn an unserer bekannten Haltestelle zum Wechsel auf den Bus aussteigen, ist es schon dunkel. Wir machen noch Stop in einer der bekannten Konditoreien und nehmen griechische Süssigkeiten mit. Das sieht alles so lecker aus und wir müssen uns entscheiden.
20:30 Uhr, der Bus kommt nicht pünktlich, aber er kommt. Es war eine gute Entscheidung, den Tag am Wasser und nicht in der Stadt zu verbringen.
Unsere Aussicht für morgen, wir wollen bis an die südlichste Spitze Griechenlands.