YODA on Tour
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 5
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 5
Wir entscheiden uns spontan, nach Belgrad zu fahren, Budapest heben wir uns noch auf. Wir fahren um 10:30 Uhr los und brauchen für die 160 km 2 Stunden.
Na, ja, die Aussichten sind nicht so prickelnd, aber das heißt ja nichts.
Morgens um 08:30 Uhr stehen wir ganz alleine auf dem Platz, der ein reiner "Durchgangsplatz" ist. Wir hatten ja aber Zeit und haben in Ruhe gefrühstückt.
Ja, die Sanitäreinrichtungen waren zweckmäßig, es gab viel heißes Wasser.
Wir verfahren uns natürlich in Belgrad und runden einmal um die Stadt (so haben wir ja schon mal was gesehen).
Wir haben uns entschieden, zentrumsnah zu stehen, dies war eine von zwei Möglichkeiten.
Eigentlich "Hinterhofgeschehen", der Betreiber durchaus freundlich und erfreut über die 20 € in bar. Eine sechs-spurige Hauptverkehrsstrasse führt unmittelbar vor dem Parkplatz entlang, das läßt keine gute Nacht erhoffen. (Anmerkung: wir wurden vom Betreiber aufgefordert, unser Grauwasser mit halber Öffnung auf den Stellplatz laufen zu lassen. Es habe so wenig geregnet, dass täte dem völlig vertrockneten Rasen gut).
Nun ja, Markise geht nicht, aber es scheint ja auch keine Sonne.
Der kombinierte Spül- und Duschraum inkl. Toilette, es gibt nur diesen einen für alle Geschlechter, diesmal nicht nur nichts für Sensible, sondern eher etwas für Hartgesottene.
Vorteil des zentrumsnahen Stellplatzes, Bushaltestelle direkt vor der Tür und - das fanden wir super - die öffentlichen Verkehrsmittel in Belgrad sind allesamt kostenfrei.
Wir fahren einmal mit dem Bus durch die ganze Stadt (weil wir die Haltestelle verpasst haben) und kommen dann nach 45 Minuten am Platz der Republik an, der zentrale Platz in Belgrad.
Im Hintergrund das Nationalmuseum ...
... und Prinz Mihailo (Herrscher über Serbien im 18. Jahrhundert).
Sehr zu unserer Freude hat im Februar 2026 ein Hard-Rock-Café in Belgrad eröffnet. Ja, auch hier machen wir Beute ...
... Gregor findet den optimalen Backround für ein Selfie (in der zweiten Etage).
Wenn auch die Sonne nicht scheint, sind die Temperaturen T-Shirt-mäßig und wir schlendern noch ein wenig durch die Strassen rund um den Platz der Republik.
Wir finden noch die Reste des Marktes in sehr traditionellen Markthallen und fahren dann zurück zu unserem Parkplatz.
Die schlechteste Nacht unserer bisherigen Tour. Neben dem durchgängigen Autolärm kam dann auch noch Regen. Wir verwerfen unseren Plan einer zweiten Nacht in Belgrad, schauen uns vormittags noch den Rest der Stadt an und fahren dann 160 km in 2,5 Stunden über die Grenze nach Kroatien.
Wir starten um 10:00 Uhr wieder mit dem Bus zum Platz der Republik und laufen in das Studentenviertel. Vor dem jugoslawischen Filmarchiv finden wir die 1,85 m hohe Statue von Karl Malden, der serbische Wurzeln hatte.
Auf dem Weg zur Festung Kalemegdan, einer der genannten Sehenswürdigkeiten in Belgrad. Wir machen kurze Cappuccino-Pause.
Wir sind gespannt und ganz ehrlich, wir hoffen auf etwas bessere Eindrücke, als wir bisher von der Stadt hatten.
Ein großer Dino-Park am Eingang der Festung.
Das verspricht ja schon einmal was.
Der Blick von der Festungsmauer ist schon beeindruckend, wir sehen, wie die Save in die Donau mündet.
Wir laufen die ganze Festungsmauer entlang, hier blicken wir direkt auf die Save, an der gerade neue Landungsbrücken für die Lastschiffe entstehen.
Auf jeden Fall ist die Festung in besserer Verfassung als die in Skopje.
Mit Blick auf die Save steht die Statue des Pobednik (der Sieger).
Der Münchhausens Gregor, so ein Schelm.
Um die komplette Festung sind Militärausrüstungen ausgestellt.
Wir laufen bis zu dem Militärmuseum, verzichten aber auf einen Besuch, da wir schon genügend auf dem Außengelände gesehen haben.
Unser Weg führt uns zurück in die Stadt ...
... zu der Kathedrale des St. Michael im ältesten Stadtteil Belgrads. Für eine Kathedrale erschien sie uns recht klein ...
... das Interieur macht es aber wieder wett.
Wir schwenken links hinter der Kathedrale auf die berühmte Knez Milhailova, die 1 km lange Fußgängerzone, die die Festung mit dem Platz der Republik verbindet. Alle Gebäude der Fußgängerzone stehen unter Denkmalschutz, da hier zahlreiche gut erhaltene Gebäude im Stil des Neoklassizismus, der Gründerzeit und des Jugendstils stehen.
Meist finden sich im Erdgeschoss der Gebäude Geschäfte, während die erste Etage (regelhaft von Besserverdienenden) bewohnt ist.
Unser letzter Stop der Sightseeing-Tour ist der Dom des heiligen Sava. Wir nehmen wieder die öffentlichen Verkehrsmittel, da der Dom rund 3 Kilometer vom Platz der Republik entfernt ist.
Ein imposantes Gebäude ...
... mit noch imposanterer Ausstattung.
Der Kronleuchter hat einen Durchmesser von etwas mehr als 20 Metern und ist vollständig aus Bronze gegossen. Das erklärt auch das Gewicht von rund 14 Tonnen. Mit rund 15.000 qm besitzt der Dom die größte zusammenhängende Mosaikdekoration in einem christlichen Gotteshaus weltweit. 40% der gesamten Mosaikfläche besteht aus 24-karätigem Plattgold, es wurden über 50 Millionen einzelne Mosaiksteinchen per Hand verlegt, alle Steine zusammen wiegen rund 320 Tonnen.
Wir nehmen nach der Dombesichtigung wieder die Öffentlichen. Ja, hier fahren noch Elektrobusse mit Oberleitung. Funktioniert im Wesentlichen, wir beobachten jedoch mehrfach, dass die Arme von der Leitung abspringen, der Busfahrer dann anhält, diese per Hand wieder einlegt und weiter geht die Fahrt.
Unser Fazit von Belgrad: unfassbar laut, permanentes Hupen der Autofahrer, völlig unkontrollierter Autoverkehr, Verkehrszeichen (auch rote oder grüne Ampeln) haben keinerlei Bedeutung, viel Schmutz und Müll sowie baufällige Häuser. Das kostenlose Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird durch unfassbar schlechte Straßenverhältnisse und marode Ausstattung der Busse und Bahnen nahezu zur Qual. Nach den 24 Stunden in Belgrad wollen wir nur noch raus aus der Stadt.
Tinas Ansage: der nächste Stellplatz muss absolute Ruhe haben!
Den finden wir rund 30 Kilometer hinter der Grenze zu Kroatien - Public River Beach Poloji bei Zupanja (die Ausreise aus Serbien und die Einreise nach Kroatien lief für uns problemlos. Wir fahren allerdings an einer gut 4 Kilometer langen LKW-Schlange vorbei, die auch über die Grenze wollen/müssen. Die tun uns leid). Wir stehen an der Save, die gleichzeitig die Grenze zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina darstellt. Der Platz hat nix außer R U H E!!
Die Sava führt - wie überall im Land - wenig Wasser. Was uns auffällt, es gibt unsagbar viele Muscheln. Zum Schwimmen sind wir zu müde, jetzt gibt es nur noch Spaghetti Napoli, ein (oder zwei) Gläschen Wein und dann hoffentlich eine ruhige Nacht.
Wir haben gut geschlafen und fahren heute rund 380 km in Richtung Maribor, dafür brauchen wir etwas mehr als 4 Stunden Fahrtzeit.
Die Sonne trügt noch, wir haben 08:30 Uhr, es sind 16 Grad, definitiv zu kalt, um draußen zu frühstücken.
Wir haben mehrere Staus, an der Grenze zu Slowenien konnten wir so durch fahren, sehr erfreulich.
In Maribor halten wir noch kurz beim Hofer (was bei uns Aldi ist), uns gehen die Kaffeepads aus. Aber auch hier in Slowenien kennt man keine Kaffeepads, also sparsam Kaffee trinken.
Maribor hat wohl ausgezeichnete Skigebiete und Wanderwege.
Als wir um 15:30 Uhr an dem Platz unserer Wahl ankamen, hatten wir noch Glück.
Sehr schöner Campingplatz mit vorwiegend deutschen Stammgästen.
Nachdem wir eingecheckt hatten, kam auch schon das Schild "voll belegt".
Wir haben zwar "nur" einen Platz vor dem Hautpgelände bekommen, soll aber reichen für eine Nacht und 20 € inkl. Strom und aller anderen Nutzungen fanden wir ok. Wir überlegen kurz, morgen Maribor zu erkunden, die angebotenen Sehenswürdigkeiten sprechen uns aber nicht so sehr an. Wir reisen morgen Richtung Heimat.
Nach einer sehr ruhigen Nacht entsorgen wir noch und dann geht es Richtung Heimat.
Der Campingplatz in Maribor macht seinen eigenen Wein.
Irgendwo auf dem Weg nach Nürnberg.
Der Stellplatz in Nürnberg war leider belegt. Hier stehen wir auf einem Parkplatz eines Fußballvereins.
Um 10:00 Uhr sind wir schon in Würzburg ...
... und um 14:00 Uhr daheim.
7 Länder in 3 Wochen.