YODA on Tour
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 2
Herbsttour nach Athen 2026
Teil 2
09:30 Uhr bis 15:30 Uhr, 417 km
Um 09:30 Uhr waren wir fertig, auf geht es in Richtung Split.
Gut 400 km, freie Autobahn, das Thermometer zeigt 35 Grad, gut, dass die Klimaanlage läuft.
Um 16:00 Uhr standen wir auf dem Platz in einem Vorort von Split, Campingplatz Srobec, wir hatten nicht gebucht, aber es gab noch ein Plätzchen für uns.
Ja, so mögen wir das.
Das kennen wir schon aus Italien, die Plätze sind außergewöhnlich groß (und wir hatten nur die einfachste Klasse, Premium mit Blick aufs Meer war ausgebucht).
Welch ein Glück, es gibt einen Sticker!
Und dann endlich, wir können im Meer schwimmen gehen (für Tina viel zu warm, für Gregor gerade recht).
Wir gönnen uns vor dem Abendessen einen Aperetif ...
... Aperol Spritz mit passendem Hemd dazu ,,,
... und einen schönen Sonnenuntergang.
Yes, das ist Urlaub.
20:00 Uhr, es ist dunkel, 28 Grad, perfekt für ein Abendbrot im Freien. (Anmerkung: wir wollten gerade die Ruhe genießen, da kam zu unserer Linken eine Horde Italiener mit zwei WoMo's an und zu unserer Rechten ging das Flutlicht des Fußballplatzes an und die Jungmannschaft fing an zu trainieren). Nun, dann müssen wir wohl noch einen Cocktail trinken ...
Wir planen um und bleiben nicht in Split, sondern fahren weiter in Richtung Montenegro; 09:30 Uhr bis 17:40 Uhr (an der Kathedrale) bzw, 20:40 Uhr (am Camper Stop), 333 km
Wir verstehen nun, warum der Platz noch frei war. Neben uns war der Busbahnhof, pünktlich um 06:00 Uhr starteten dort die Busse (mit der entsprechenden Geräuschkulisse). Die Horde Italiener hat es bis um 2:00 Uhr in der Früh ausgehalten. Wir genießen dennoch unser Frühstück und brechen dann auf.
Irgendwo unterwegs, offensichtlich Zeit für Gregors zweites Frühstück. Es ist heiß, 36 Grad im Schatten, kein Wind.
Um 11:30 Uhr sind wir an der Grenze zu Bosnien-Herzigowina. Welch ein Glück, dass wir in die andere Richtung wollen.
Och guck, wie die Moseltalbrücke.
Wir geraten in eine Polizeikontrolle, aber wir waren nicht das Objekt der Begierde.
Die Strassen sind relativ frei, wir machen um 12:30 Uhr Rast an einem kleinen Flüßchen. Hier verbringen offensichtlich die Einheimischen auch ihre Zeit, also muss es gut sein.
Hier gibt es auch schon die kleinen Fische, die die alte Haut abfressen, Gregor testet. Er hätte es auch länger ausgehalten, wenn des Wasser nicht nur 10 Grad gehabt hätte.
Ja, landschaftlich durchaus reizvoll, die Strassen sind frei und gut befahrbar.
Mit einem Mal hört die Strasse auf und es gibt eine "off-Road-Ausweichroute". Wir stellen fest, dass China viel investiert in ein großes Wasserkraftwerk. Wir lernen, dass China sich über diese Umwege still und leise den Zutritt zu den europäischen Infrastrukturen erkauft.
Ja, dass ist Bosnien-Herzigowina. Erschreckend, die Strassenränder sehen fast nur so aus. Gefällt uns nicht.
Um 14:30 Uhr fahren wir an die Grenze nach Montenegro. Das Spurensystem erschließt sich uns nicht und freundlich geht auch anders.
Es dauert fast 35 Minuten, bis dass wir durch sind.
Kaffeezeit, die Polizisten sahen das auch so.
So schöne Landschaften ...
... und dann das! So schade.
Die Hauptstadt von Montenegro (stand eigenlich nicht auf unserem Plan, aber wo wir schon mal hier sind ...).
Was uns begeistert: ein riesengroßer Parkplatz direkt vor der Kathedrale, gut befahrbar mit einem Wohnmobil.
Natürlich gehen wir rein.
Beeindruckend, die russische Prägung ist unverkennbar.
Wir laufen (trotz der 34 Grad) in die Innenstadt, es sind nur gut 1,5 Kilometer. Die Millenium-Brücke als eine weiteres Highlight in der Stadt nehmen wir natürlich mit, aber unser eigentliches Ziel ist ...
... das Hard-Rock-Cafe.
Ja, wir machen Beute und weil es so angenehm klimatisiert ist ...
... nehmen wir unser Abendessen hier ein. Wir sind so überrascht, dass Montenegro grundsätzlich den Euro als Währung hat (wussten wir nicht) und dass die Preise hier so niedrig sind. Wir essen und trinken für 25 €, davon wird in Deutschland nicht mal einer (in einem Hard-Rock-Cafe) satt. Die Shirt-Preise sind allerdings die gleichen wie überall, egal.
Gemeindeverwaltung (Rathaus) Podgorica, es wird schon dunkel, wir haben 20:00 Uhr und laufen den Weg zurück zum Parkplatz. Wir lernen, dass heute in Montenegro ein Staatstrauertag ist (deswegen die Fahnen auf Halbmast). Hintergrund ist eine unlängst schwere Bluttat eines russichen Attentäters, der sich dann selber umbrachte.
Die Millenium-Brücke noch einmal mit Beleuchtung.
Und das hat uns auch gefreut. Eine Kugel sehr leckeres Eis für 0,50 €.
Und auch die Kathedrale mit Beleuchtung. Nun sind wir gespannt auf die Parkgebühren für 3 Stunden und zahlen unglaubliche 1,50 €. Unser Fazit von Podgorica: absolut lohnenswert, war eine gute Spontan-Entscheidung. Nun heißt es aber noch "Stellplatz suchen".
Auch das gestaltet sich in Montenegro relativ problemlos, es gibt überall sogenannte "Camper Stop", in der Regel an ein Hotel, Hostel oder Restaurant angegliedert. Wir fahren den erstbesten an, bezahlen 20 € für die Nacht und haben alles (Strom, Wasser, Duschen (im Hostel).
08:45 Uhr bis 18:15 Uhr, 377 km. Als das Navi uns die voraussichtliche Fahrzeit angezeigt hat, waren wir der festen Überzeugung, dass es sich vertan hat; wir wurden eines besseren belehrt ...
08:00 Uhr, die Sonne kommt über den Gipfel, wir realisieren erst bei Tageslicht, dass wir vorne und hinten von hohen Bergwänden umgeben sind. Wir frühstücken im Freien (bei 26 Grad um 08:00 Uhr).
Die ersten Kilometer bis zur Grenze nach Albanien laufen noch recht gut, wir glauben immer noch, dass das Navi sich vertan hat. Wir passieren um 10:00 Uhr Uhr die Grenze mit ein wenig Wartezeit und das erste Mal werden auch die Fahrzeugpapiere geprüft.
Ist schon ein komisches Gefühl für uns.
Direkt hinter der Grenze, ja, darauf waren wir vorbereitet.
Wir stellen fest, dass man in Albanien maximal 80 kmh fahren darf, in der Regel aber zwischen 40 und 60. Erschließt sich uns nicht wirklich, wir merken aber auch, dass die Einheimischen sich strikt daran halten (bis auf einige wenige Ausnahmen). Wir sehen häufig Polizeikontrollen mit Radarpistolen, also riskieren wir nichts. Wir finden nach einer halben Stunde Fahrt einen ersten Campingplatz (der uns aber nicht zusagt).
Es sind 37 Grad, wir erstehen bei einem Bauern eine Wassermelone (gegen alle Behauptungen nehmen die Albaner auch gerne unsere Euro) und füllen unsere Wasservorräte bei einem Spar auf. Hier gibt es weder Lidl noch Aldi, aber Spar ist stark vertreten (und auch gegen alle Behauptungen ist Kartenzahlung möglich).
Albanien überrascht uns. Sowohl landschaftlich ...
... unter anderem mit beeindruckenden Berglandschaften, aber auch mit relativ teuren Sprit- und Lebensmittelpreisen (um die 2,15 € für den Liter Diesel, gut, dass wir noch in Montenegro für 1,87 € getankt haben).
Und wir brauchen in der Tat fast 9 Stunden, bis dass wir die 382 km hinter uns gebracht haben. Enge Bergstrassen, Serpentinen rauf und runter und um 19:00 Uhr tut sich dann endlich das Meer auf.
Ja, das geht hier offensichtlich, freies Campen am Strand, ist aber nicht so unseres, den ganzen Tag in der prallen Sonne zu stehen. Also fahren wir 100 Meter weiter ...
...und finden einen "Natur-Campingplatz", mit einem sehr freundlichen "Manager" und alles, was wir brauchen (Strom, Wasser, Duschen (wenn auch Freiluft, aber bei den Temperaturen absolut akzeptabel) für 30 € die Nacht.
Wir stehen in einem Olivenhain. Yoda hat gute Arbeit geleistet, ohne Murren bergauf und runter, auch die hohen Temperaturen kann er haben, wir sind froh!
Das Waschhaus mit Duschen und Toiletten (da gab es dann auch Frösche).
Der Barbereich.
Und dann endlich die albanische Riviera. Zum Schwimmen ist es uns schon zu spät, denn wir haben Hunger.
Wir laufen ein Stück am Strand entlang und entschließen uns spontan für ein Abendessen am Strand. Eigentlich ist, so die Einheimischen, die Saison schon fast gelaufen und die Temperaturen sind außergewöhnlich hoch, auch für Albanien. Wir haben den Vorteil, dass wir einen der schönsten Tische am Strand bekommen.
Und wir werden mit dem Essen überrascht (Schwertfischfilet für Tina (13 €) und Penne al Italo für Gregor (9€). Mit zwei Aperol-Spritz bezahlen wir 36 €, das finden wir absolut ok.
Und der Abendhimmel erinnert uns an "House of Dragon". Das ist doch bestimmt Vhagar, die riesige alte Drachin von Aemond Targaryen.
Die Abendtemperaturen sind immer noch an die 30 Grad, aber unsere beiden Maxxfans tuen ihre Dienste; nein, wir vermissen die Klimaanlage nicht.
Heute keine Kilometer, wir faulenzen.
Wir wollen unser Tagebuch aktualisieren, sonst ist alles weg. So viele Eindrücke in den letzten beiden Tagen. Es ist unfassbar heiß, das Thermometer zeigt 37 Grad mit extremer Luftfeuchtigkeit.
Das kann man (und Frau) nur mit Nichtstun im Schatten aushalten.
Um 16:00 Uhr wollten wir dann Schwimmen gehen und siehe da, es zieht ein Gewitter über die Berge zu uns an den Strand.
Es hat ordentlich geregnet, gedonnert und geblitzt. Wir vertreiben uns die Zeit bei immer noch 26 Grad, aber mit einem angenehm kühlen Wind in einer der vielen Strandlokale und genießen einen Cappuccino.
Eine Stunde später zieht der Himmel auf, die Sonne guckt wieder hervor. Wir laufen ein Stück am Strand entlang und finden dann ein schönes Plätzchen, ...
... um ins Wasser zu springen.
Das tut gut, gleichwohl die Wassertemperatur immer noch "zu warm" ist.
Da, wo vorher die dunklen Wolken waren, scheint jetzt wieder die Sonne, wir machen uns auf zum Campingplatz, schnell duschen und dann wieder in unser Lokal.
"Unser" Tisch ist frei, nun kann der Sonnenuntergang kommen (19:12 Uhr).
Gregor entscheidet sich heute für Pizza, Tina nimmt den gegrillten Seebarsch (wieder so unfassbar lecker!!). Ja, die Aperol müssen sein.
Schön, oder? Sonnenuntergang am Drachenhimmel.
51 km, 1 Stunde 33 Minuten Fahrtzeit.
Wir machen uns relativ spät auf, es ist 10:30 Uhr. Das ist übrigens die Hauptstrasse an der Strandpromenade entlang. Maximal 10 kmh.
Wir fahren wieder hoch in die Berge, die Straßenführung ist echt beeindruckend, wieder mal eine Meisterleistung für unseren Yoda. Durchschnitt 34 kmh, wir genießen dennoch die wunderschönen Panoramablicke in die Buchten entlang der albanischen Riviera.
Um 13:00 Uhr kommen wir an dem ausgesuchten Campingplatz an und können den sehr guten Rezensionen nur zustimmen. Superfreundliches Personal, toller Platz mit allem ausgestattet (25 €/Nacht all inkl.).
Ja, man muss schon genau hinschauen, damit man das Schild nicht übersieht.
Perfekter Schattenplatz. Das Bild entstand vom "Roof Camping" aus, eine mit Kunstrasen ausgestattete und überdachte Dachterrasse für Camper mit Zelt, genial.
Der vollständig ausgestattete Außenbereich zur freien Nutzung. Diesen Platz können wir unbedingt empfehlen. Hier sitzen wir fast 1,5 Stunden mit anderen Campern und haben uns toll unterhalten.
Gleichwohl Freiluft-Toiletten und -Duschen, so doch bestens ausgestattet und super sauber.
Wir laufen los, wir wollen ins Wasser. Die Strandpromenade von Ksamil ist sehr touristisch orientiert, viele Einheimischen machen hier Urlaub. Ein "gebührenfreier" Zugang zum Strand ist nicht möglich.
Wir "umgehen" die Gebühren, indem wir Gäste der Bar werden, zwei Eis, eine Cola für umgerechnet 7 € (2 Liegen mit Sonnenschirm kosten 20 €).
Es ist 14:30 Uhr und heiß, also ab ins Wasser, dass deutlich kühler (und schmutziger) ist, als in Borsh, aber was soll's, wir brauchen die Erfrischung.
So, jetzt 5 Minuten in die Sonne, trocknen lassen und dann ...
... auf in die Stadt. Wir laufen bestimmt 2 Kilometer die Hauptstrasse entlang, ein Geschäft und oder Restaurant/Café neben dem anderen. Wir verstehen, warum Ksamil als "Partymeile" der Einheimischen gilt.
Ja, auch das gibt es, Außenpool-Bereich mit Blick auf die Hauptstrasse, wem es gefällt.
Gregor muss zum Frisör.
Mit 15 € nicht gerade billig, aber was muss, das muss.
Hat er gut gemacht, der Barber.
Alle Meeresfrüchte, die man sich vorstellen kann. Ein ganzer Octopus (gegrillt) für 16 €.
Wir haben fertig mit der Stadt, jetzt ruft der Kaffee.
Wir verbringen den Abend gemütlich an der "langen Tafel" mit den vielen anderen Campern, erzählen und lachen viel und bekommen noch ein paar gute Tips für unsere Tour durch Griechenland (will heißen: wir planen etwas um). Noch bis spät in die Nacht hört man (ganz leise im Hintergrund) die vielen unterschiedlichen Musiken von der Partymeile, aber es ist wirklich dezent, so dass wir ungestört schlafen können.